Biographisches

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1960 in Strasbourg geboren, wuchs Laurent Leroi  im Elsass zwischen Valse, Musette und Chanson-Klassikern auf. Mit acht Jahren trat er ins Akkordeonorchester ein, spielte sich quer durch die französische Akkordeon-Literatur und hatte schon bald Unterricht bei Akkordeon-Guru Gilbert Veit.

 

Mit dreizehn Jahren kaufte er sich ein Schlagzeug und gründete seine erste Band. Mit achtzehn verschlug es ihn mit seinem Akkordeon in die Fußgängerzonen Mannheims und Heidelbergs. Schnell knüpfte er Kontakte zur Musikszene im Rhein-Neckar-Delta, Auftritte und Studioaufnahmen ließen nicht lange auf sich warten.

 

Bis 2004 lebte Laurent Leroi als freischaffender Musiker in Mannheim. Seitdem, ein paar Kilometer näher an Frankreich, auf der anderen Rheinseite in Ludwigshafen.

 

Einige seiner Musikprojekte sind: Laurent Leroi and the Stomping Zydeco, les primitifs, Leroi Herzer, LeRoi Julie. Er gehörte zum Adolf Wölfli Projekt, war lange Zeit Mitglied der Mardi Gras BB und Gründer der Coleumes, deren Spirit  in der Band les primitifs weiterlebt.

 

Am Theater hat Laurent Leroi regelmäßig Engagements als Komponist und Bühnenmusiker, zum Beispiel am  Nationaltheater Mannheim (zuletzt: Farewell!), Theater Münster, Staatstheater Karlsruhe, Stadttheater Heidelberg (aktuell: Blutrote Schuhe), Theaterkumpanei.

 

Laurent Leroi bereichert Lesungen und literarische Projekte mit seinen Akkordeonklängen und ist natürlich auch solo mit seinem Instrument unterwegs.

 

 

 

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Gerhard Mersmann schreibt über Leroi:

 

Laurent Leroi ist einer, der Geschichten erzählen kann. Bevor er als blutjunger Straßenmusiker auf Wochenmärkten auftauchte, hatte er schon Asien hinter sich, das GoldenTriangle und den ganzen Dickicht der dortigen Metropolen. Aus Straßburg kommend, ist er viel gereist, immer das Akkordeon dabei. Das erklärt wohl, warum er in vielen Genres zuhause ist, ohne das ihn eine der erdigen Communities als Eindringling empfunden hätte. Er war immer dabei, ob auf dem Mardis Gras in New Orleans, bei den Companeros in Ecuador, dem Carnaval in Brasilien oder den Volksfesten in Bayern.

 

Wer keine Berührungsängste hat und dennoch einen eigenen Stil, der kann vieles in sich einsaugen und vielem zur Inspiration verhelfen. Leroi lässt sein Akkordeonspiel in unberechenbarem Wellengang wogen, schickt es auf sprunghafte, jazzige Erkundungsstreifzüge, zaubert dann wieder alle herzenswarme, erdenschwere Melancholie hervor, die in dem hölzernen Klangkörper schlummert.

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© Laurent Leroi

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